Kontakt zum Weltraum

Detlef Köhler: Kontakt zum Weltraum, Die Wissenschaft auf der Suche nach Unseresgleichen im All


Detlef Köhler: Kontakt zum Weltraum Sind wir allein im All? Zugegeben - ein Dauerthema - aber deshalb nicht minder spannend. Besonders dann, wenn aktuelle Erkenntnisse in die Betrachtung einfließen: Erforschung des Planeten Mars mit Raumsonden, die große Zahl der erst in den letzten Jahren entdeckten Exoplaneten, die Neubewertung archäologischer Funde oder die Auswirkungen möglicher Einschläge von Kometen und Asteroiden auf der Erde. Oder kamen vielleicht sogar unsere Götter von fremden Planeten?

Der traditionellen Wissenschaft bereitet es aus unterschiedlichen Motiven Unbehagen, Mysterien wie die Suche nach kosmischen Nachbarn zu klären. Die Antworten jedoch, welche selbsternannte Experten oder Esoteriker auf diese Fragen geben, sind noch verworrener als die Rätsel selbst. Unorthodoxe Fragestellungen führen zu neuen Erkenntnissen und neuem Fortschritt - aber nur dann, wenn ein wissenschaftliches Herangehen beim Aufhellen jener Phänomene angewendet wird. Im vorliegenden Buch können wir in dieser Weise den Gedanken freien Lauf lassen und versuchen, die gestellte Frage in undogmatischer Weise zu beantworten.

 

Inhalsverzeichnis: Klicken Sie hier

Leseprobe: Klicken Sie hier

 

Kontakt zum Weltraum ist in 2 Varianten lieferbar:

1. eBook (Ausgabe 2012), 2. gedruckt (Ausgabe 1998)

 

1. als eBook (Formate nach Wahl: Adobe PDF und ePub - lizenzfrei und quelloffen):
Köhler, Detlef: Kontakt zum Weltraum, 2012
aktualisierte und überarbeitete Ausgabe vom Juli 2015
ca. ~270 Seiten (A5) mit mehr als 50 überwiegend farbigen Abbildungen
Preis: 2,99 EUR

Bestellen Sie direkt hier als sofort verfügbarer Download auf xinxii.com.

 

2. als gedrucktes Buch (Restbestand, lieferbar solange vorrätig):
Köhler, Detlef: Kontakt zum Weltraum, 1998
ISBN 3-9805829-5-7
260 Seiten, Hochglanz-Broschur mit 50 überwiegend farbigen Abbildungen
Preis: 2,99 EUR

Bestellen Sie direkt hier versandkostenfrei im Shop von WeltraumTouristik.de

 

Inhaltsverzeichnis:

1. Rätsel auf dem Mars
1.1. Science Fiction
1.2. Zurück in unsere Zeit
...Chancen für das Leben im All?

2. Leben im Universum
2.1. Science Fiction
2.2. Astronomie für alle
2.3. Fremde Planeten und Lebenskeime im All
2.4. Spuren?
...waren sie auch schon hier?

3. Zeugen aus Stein
3.1. Science Fiction
3.2. Archäologie für alle
3.3. Bauten ohne Erbauer
3.4. Felszeichnungen und andere Hieroglyphen
3.5. Pyramiden und alte Großbauten
...Sagen ranken sich um Steine...

4. Legenden – einmals anders betrachtet
4.1. Science Fiction
4.2. Götter von den Sternen?
4.3. Vimaanas und andere Fluggeräte
4.4. Dogons, Hopi und Germanen
4.5. Götter sind Menschen?
...nehmen wir die Bibel wörtlich!

5. Der Sintflutimpakt
5.1. Science Fiction
5.2. Impakte in der Weltgeschichte
5.3. Eine globale Katastrophe 7552 vor Christus?
5.4. Impakt und Krustenverschiebung?
5.5. Atlantis
...eigentlich müsste man 'was finden!

6. Rätselhafte Funde
6.1. Science Fiction
6.2. Karten und Atlanten
6.3. umstrittene Funde
6.3. Kristallschädel und Mikrospiralen
6.5. Verbotene Archäologie?
... es war also doch schon jemand hier?

7. Kontakt – und Katastrophe?
7.1. Science Fiction
7.2. Möglichkeiten und Auswirkungen eines Kontaktes

Begriffserklärungen (Astronomie, Physik, Geowissenschaften, Archäologie)
Stichwortverzeichnis
Literatur – und Quellenverzeichnis

 

Textauszug:

Fassen wir an dieser Stelle kurz zusammen, so bedeutet das Vorhandensein
der erst in letzter Zeit entdeckten extrasolaren Planeten gute Chancen für
die Existenz fremder extraterrestrischer Lebensformen. Das Fehlen
außerirdischer Funksignale hingegen läßt sich sowohl als auch
interpretieren. Um unsere Frage zu beantworten, bedarf es also weiterer
Überlegungen – zB. der Frage nach dem Vorhandensein von organischem
Material im Kosmos.
Leben nach bisherigen Vorstellungen setzt organische Materie auf
Kohlenstoffbasis voraus. Und man geht davon aus, daß alles auf der Erde
vorhandene organische Material erst nach der Entstehung der Erde durch
die Tätigkeit der Lebewesen selbst gebildet worden ist. Nun haben wir im
vorangegangenen Kapitel gehört, daß die Entstehung des Lebens sicher
eng mit der Entwicklung unseres Planeten verknüpft war. Stellt sich somit
die Frage, ob solche Prozesse auch anderswo abgelaufen sind. Daß sie
heute noch ablaufen, belegen die bereits genannten in Entstehung
begriffenen Sonnensysteme der Wega und des Sternes Beta Pictoris. Beide
befinden sich in unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft. Wega
ist ca. 21 Lichtjahre und Beta Pictoris etwa 53 Lichtjahre von uns entfernt.
Die interstellaren Wolken, aus denen diese Sterne und ihre Staubscheiben
hervorgingen – wie waren sie beschaffen?
Bild 2.4.2. Orionnebel
Bereits in den 70er Jahren wurden mit Hilfe von Radioteleskopen in
zahlreichen interstellaren Gaswolken Moleküle ganz exotischer Art
entdeckt: neben Kohlenmonoxid, Wasser und Ammoniak fanden sich ua.
Alkohol, Methylamin und Ameisensäurei – also organische Substanzen, die
man bisher nur auf der Erde vermutet hatte. Besonders letztere sind von
Bedeutung, denn aus ihnen kann sich Glyzin, die einfachste Aminosäure,
bilden. Mittlerweile entdeckte man in solchen Molekülwolken auch
vollständige Aminosäurenmoleküle. Nun wissen wir ja bereits, daß
Aminosäuren Grundbausteine der Proteine sind und diese wiederum
Grundbausteine eines Lebewesens. Gute Chancen also, daß es im Weltall
genügend organisches Material für die Entstehung von Leben gibt!
Postulieren wir mal, daß es diese Substanzen auch in den Staubscheiben
von Wega und Beta Pictoris gibt, dann ist es wahrscheinlich, daß auch dort
in zwei bis drei Milliarden Jahren jemand über seine Existenz
nachgrübelt...
Wenn wir davon ausgehen, daß überall in unserer Galaxis die gleichen
Gesetze gelten (alle bisherigen Beobachtungen deuten darauf hin), muß
sich der Prozeß der Bildung von Sternen und Planeten aus interstellaren
Wolken und vielleicht auch die Entstehung von Leben selbst heute noch
einige Millionen Male allein in unserer Galaxis abspielen und erst recht
bereits einige Milliarden Male abgespielt haben (zu unserem
Sternensystem gehören etwa 200 Milliarden Sonnen).
Bestimmte Beobachtungstatsachen (Altersbestimmungen von
Kugelsternhaufen) deuten auf ein Alter unseres Sternensystems von
mindestens 10 Milliarden Jahren hin. In dieser Zeit sind zahlreiche Sterne
geboren worden und bereits wieder gestorben. Ein Stern lebt umso länger,
je kleiner er ist, denn nur kleinere Sterne (gelbe und rote Sonnen) strahlen
ihre Energieressourcen sparsam über mehrere Milliarden Jahre
kontinuierlich ab. Große massereiche Sterne (weiße und blaue Sonnen)
verschwenden hingegen ihren Wasserstoffvorrat binnen weniger 100
Millionen Jahre und explodieren am Ende ihres Lebens in einer gewaltigen
Supernovaexplosion. Damit liefern sie neues Baumaterial für neue kleinere
Sterne (interstellare Urwolke). Für eine langfristige Entwicklung von
Planeten mit Lebewesen und Intelligenz kommen demnach nur die
kleineren langlebigen Sterne in Betracht, die zwischen einer und 20
Milliarden Jahre lang kontinuierlich Energie in den Weltraum abstrahlen
können.
Bild 2.4.3. Cygnusbogen
Auf Grund dieser Altersangaben läßt sich deshalb relativ leicht abschätzen,
daß unsere Sonne mit ihren 5 Milliarden Jahren mindestens zur zweiten
Generation von Sternen in unserer Galaxis gehören muß. Folglich hat der
ganze Prozeß der Sternentstehung und vermutlich auch der Bildung von
Planeten schon mindestens einmal vor der Existenz unseres Sonnensystems
stattgefunden. Und warum nicht auch der Prozeß der Entstehung von
Leben oder gar Intelligenz auf diesen alten Planeten? Das war vor 5
Milliarden Jahren – stellen Sie sich bitte die Menschheit in 5 Milliarden
Jahren vor, und wir haben salopp gesagt den Entwicklungsstand der
ältesten Völker der Galaxis vor uns – wenn es sie denn gibt. Diese
Zivilisationen hätten somit eine schier unvorstellbar hohe technische,
soziale und kulturelle Entwicklungsstufe erreicht. Ihre Ausbreitung in alle
Gegenden der Galaxis wäre wahrscheinlich, denn sie hätten Millionen
Jahre Zeit gehabt, Ihren Planeten in großen Generationsraumschiffen zu
verlassen und neue Kolonien zu gründen. Zu fantastisch? Zugegeben, aber
keinesfalls unwahrscheinlich! Gibt es doch bereits Pläne für den Bau
gewaltiger Habitate im Weltraum, die irgendwann einmal das Auswandern
eines Teils der Menschheit ermöglichen sollen, wenn wir unseren Planeten
endgültig zugrunde gerichtet haben – und das könnte ja bereits in 100
Jahren der Fall sein. Wenn der Bau solcher Projekte auch sehr umstritten
sein wird und die sozialen und ökologischen Probleme dieser Welt nicht
lösen kann und wird, so ist er doch technisch schon heute möglichii. Und
um die interstellaren Abgründe mit ihren gewaltigen Entfernungen muß
man sich nicht sorgen, wenn sich mehrere Generationen bis zum Ziel
fortpflanzen.
Versucht man, die mögliche Zahl vorhandener Zivilisationen
wissenschaftlich abzuschätzen, kommt man um ein wenig Rechenarbeit
nicht herum. Wen dies interessiert, der lese hier weiter – für alle anderen
steht am Ende dieses Abschnitts die gesuchte Zahl. Um sie zu ermitteln,
bedient sich die Astronomie der sogenannten Green-Bank-Gleichung. Sie
stammt schon aus den 60er Jahren und berechnet die Zahl n der möglichen
Zivilisationen in unserem Sternensystem, die zur Aufnahme einer
Funkverbindung oder zur Raumfahrt imstande sind, wie folgt:
n = N x P x E x B x I x T
Hierbei bedeuten:
• N: Zahl der Sterne in unserer Galaxis; Sie ist ganz gut bekannt:
mindestens 200 Milliarden
• P: der Anteil jener Sterne von N, die Planeten besitzen; Hier beginnt
das Raten, denn wir kennen gerade ein paar Dutzend extrasolarer
Planeten. Da aber etwa die Hälfte aller Sterne in Doppel und
Mehrfachsystemen ("Doppelsterne") vorkommt, scheiden diese für
stabile Planetenbahnen vermutlich aus – verbleibt die andere Hälfte.
Falls sich bei ihnen nahezu überall Planetensysteme gebildet haben
sollten, können wir problemlos P = 0, 4 setzen.
• E: ist der Anteil der Planeten, auf denen die Bedingungen für die
Entstehung von Leben geeignet sind; Hier haben wir als Modell nur
unser Sonnensystem zur Verfügung, in dem auf maximal 3 bis 5
Himmelskörper lebensfreundliche Bedingungen herrschen bzw.
geherrscht haben (Venus?, Erde, Mars, der Jupitermond Europa?, der
Saturnmond Titan?). Keine rosigen Aussichten – deshalb setzen wir in
vorsichtiger Weise E = 0,1
• B: ist die Wahrscheinlichkeit, das unter geeigneten Bedingungen auch
wirklich Leben entsteht; Da das bei Erde und Mars anscheinend der
Fall war, sind wir optimistisch und gehen davon aus, das Leben in der
Regel entsteht, wenn geeignete Bedingungen da sind. Also setzen wir B
= 0,7
• I: kennzeichnet die Wahrscheinlichkeit, daß sich das Leben zur
intelligenten Form entwickelt und eine technische Zivilisation
hervorbringt; Auf der Erde hat es das, auf dem Mars offensichtlich
nicht – also 50 %? Wir sind vorsichtiger und setzen nur I = 0,2
• T: die technische Lebensdauer einer Zivilisation (in Bezug zum Alter
der Galaxis; wir benötigen ja nicht die Gesamtzahl der Zivilisationen
unserer Galaxis, sondern nur die Zahl derer, die neben uns gleichzeitig
existieren; alle ausgestorbenen und zukünftigen sind hier
uninteressant); An diesem Punkt scheiden sich die Geister. Die
Menschheit hat gerade einmal 200 Jahre industriell-technische
Existenzdauer hinter sich und dafür mindestens 100 000 Jahre
Entwicklung gebraucht. Und wie lange wird es unsere Zivilisation noch
geben? Zwar besteht nach dem Ende des kalten Krieges nun kaum
noch die Gefahr der Selbstvernichtung durch einen globalen atomaren
Vernichtungsschlag, aber dafür tauchen am Horizont andere ernsthafte
Probleme ökologischer und sozialer Art auf, die schon in wenigen
Jahrhunderten oder gar Jahrzehnten unser Ende besiegeln könnten,
wenn uns nicht bald eine Lösung gelingt. Jeder von uns kann sie ohne
Nachdenken zu müssen beim Namen nennen: Ökonomisches
Ungleichgewicht, ökologischer Raubbau, soziales Ungleichgewicht,
Bevölkerungsexplosion, Hunger, Krieg und Intoleranz. Doch eine
Lösung ist unter den gegenwärtigen sozialen und wirtschaftlichen
Verhältnissen, die sich auf eine extensive Ausschlachtung der
Ressourcen unseres Planeten gründen, anscheinend leider nicht in
Sicht. Klimagipfel mit lächerlichen Ergebnissen, Weltwirtschaftsgipfel
nur für die reichen Länder des Nordens, ein verfeindeter gewaltbereiter
egoistischer Planet mit mindestens 70 militärischen Krisenherden ...
Hoffen wir, daß die anderen klüger sind als wir und die Jahrtausende
überdauern! Oder wird uns dies auch gelingen? Können wir T =
100000 Jahre setzen?
Die Frage ist, ob eine jede Gesellschaft denkender sozialer Wesen, wie wir
Menschen es sind, irgendwann an einen solchen Scheidepunkt in ihrer
Geschichte kommt, wie der, vor dem wir jetzt offensichtlich stehen.
Danach, nach dessen Überwindung, scheint ein Leben in Stabilität und
Wohlstand für den ganzen Planeten denkbar, so daß die 100000 Jahre
Entwicklung sicher möglich werden. Es gibt viele philisophische
Überlegungen dazu – aber die kann jeder zu gegebener Zeit selbst
nachvollziehen. Lassen Sie uns jetzt anstelle dessen weiterrechnen.
Wenn wir mit all den oben abgeschätzten Werten kalkulieren, ergibt sich
eine Zahl von mindestens 14000 mit intelligenten Wesen bevölkerten
Planeten nur in unserer Galaxis. Andere pessimistische Schätzungen gehen
von nur zwei bis drei Zivilisationen, optimistischere Rechenbeispiele von
mehreren Millionen bis zu einer Milliarde technischer Zivilisationen in
unserer Galaxis aus.
Erst in den letzen Jahren jedoch gewann die Astronomie dank verbesserter
Beobachtungstechniken eine Reihe von neuen Erkenntnissen, die auch für
die Zahl der möglichen Zivilisationen von Bedeutung sind und die deshalb
auch in die schon betagte Green-Bank-Gleichung einfliessen müssen. Die
Rede ist von den hypothetischen Monden der neuentdeckten extrasolaren
Planeten, von den täglich auftretenden Gammastrahlungsausbrüchen und
den offensichtlich gar nicht so seltenen Impakten von Asteroiden und
Kometen auf großen Planeten und Satelliten. Ferner könnten auch nahe
Supernovae eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.
Ich schlage deshalb eine Erweiterung der Green-Bank-Gleichung um
folgende 4 Faktoren vor:
• S: Zahl der für die Entwicklung von Leben geeigneter Satelliten um
Planeten: planetare Satelliten sind sicher ein weiterer bedeutender
Faktor, den man hinzuziehen sollte und der durchaus die Chancen
für das intelligente Leben im Weltraum verändern wird.
Extrapoliert man zB. die über 60 Monde unseres Saturns auf die
neuentdeckten Sonnensysteme, kann man durchaus auch in der
Nähe von Planeten Leben erwarten, die selbst keine Bedingungen
auf ihrer Oberfläche dafür ausbilden können - nämlich auf einigen
ihrer hypothetischen großen Satelliten. So könnten sogar bei
Sternen mit jupiterartigen Riesenplaneten wie 70Virginis oder
47UrsaMajoris große Monde dieser Riesenplaneten
lebensfreundliche Bedingungen aufweisen, weil ihre Planeten den
Stern im nach unseren Maßstäben richtigen Abstand umkreisen,
obwohl auf diesen Planetengiganten auf Grund ihrer physikalischen
Beschaffenheit selbst kein Leben möglich sein wird. Was die
Anzahl geeigneter Monde mit lebensfreundlichen Bedingungen
angeht, können wir...